12. August 2026
Du könntest den Himmel auf Erden erleben - und doch bleibst du in der Hölle namens Affäre

So wie ich damals und wie unzählige Frauen heute noch, wählst du täglich eine Beziehungsrealität, die sich wie der Wolf im Schafspelz in dein Leben eingeschlichen hat.
Ja, ich glaube dir sofort, wenn du sagst, dass die Beziehung zu diesem Mann etwas besonderes ist, sie sich einst wie der Himmel angefühlt hat - und du trotz all dem Leid zwischendurch immer wieder Höhenflüge mit ihm erlebst.
Endlich war da jemand, der dich wieder als Frau wahrnahm, nachdem du jahrelang in Routinen einer Hausfrau, einer Mutter oder einer Geschäftsfrau festhingst.
Oder aber du kennst es gar nicht anders - vielleicht ziehen sich Beziehungen, in denen es kein klares Ja gibt, schon länger durch dein Leben.
Schau, worauf ich hinaus will: Es gibt so viele „gute" Gründe, warum eine Frau sich entweder auf eine Affäre einlässt oder nicht mehr aus ihr raus kommt. Und wenn wir einmal schauen, wie unfassbar viele Frauen und Männer sich in unerfüllten Beziehungen wie Affären befinden, dann könnte man meinen, das sei halt irgendwie auch normal.
Und das ist wiederum genau der Grund dafür, dass Frauen in Affären sich die „ich habe keine Wahl"-Brille aufgesetzt haben. Das verrückte: Selbst wenn sie ihrem Geliebten/Affärenmann oder auch mir sagen, dass sie das nicht auf ewig weiter machen werden, haben sie sehr häufig dennoch ewig weiter gemacht (eine Frau musste sich eingestehen, dass sie seit über 30 Jahren den Moment, die Affäre zu beenden, immer wieder aufgeschoben hat) weil sie unbewusst eine Parallelwelt erschaffen haben, von der sie mit jedem Tag emotional abhängiger wurden.
Warum also Frauen in Dreiecksbeziehungen - egal in welcher Rolle sie sich auch befinden - bleiben, obwohl sie auch gehen könnten, liegt nicht unbedingt an einer Schwäche, sondern viel mehr daran, dass sie das, was sie aktuell erleben als die bestmögliche Realität erachten. Selbst dann, wenn sie rein vom Verstand her wissen, dass das auf Dauer nicht so bleiben soll.
Auch die schmerzlichste Beziehungsrealität kann trostvoll sein, wenn sie vertraut und somit einschätzbar ist. Die vielen Momenten, in denen du also feststellt, dass diese Beziehung dich emotional runterzieht, werden zur Komfortzone, die deshalb so bequem ist, weil sie dir zum einen deine unbewussten Muster bestätigen, die dich überhaupt erst in diese Beziehungsform gebracht haben (siehe hierzu auch Zu einer Affäre gehören immer drei.) - und zum anderen, weil sie mit der Zeit immer weniger bedrohlich erscheint - schließlich weißt du ja, woran du bist.
Und dennoch…trotz der Vertrautheit und Kalkulierbarkeit dessen, was euren Beziehungsrahmen ausmacht (der ja recht klein, somit überschaubar ist und daher auch nicht zu unsicher werden kann), sind da die immer häufiger werdenden Augenblicke der Ohnmacht.
Das Fatale: Je länger diese Ohnmacht sich wiederholt, desto mehr lernt das Unterbewusstsein, dass es wahr sein muss - dass du wirklich keine Macht hast. Keine Macht, dich von ihm zu lösen, keine Macht, dir eine wirklich lebendige Beziehung zu kreieren.
Das nennt man auch Teufelskreis.
Du erkennst ihn vor allem daran, dass du das Gefühl hast, nicht frei genug zu sein, um eine neue Wahl zu treffen. Als habe dir irgendjemand deinen freien Willen genommen.
Wenn wir dann noch den Faktor Zeitillusion hinzunehmen, dann befindet sich die Wahrscheinlichkeit einer Never-Ending-Affären-Story im Höchstmaß.
Heißt: Menschen glauben, sie hätten Zeit. Und so schieben sie ihre Wünsche und unerfüllten Sehnsüchte auf einen unbestimmten Tag in der Zukunft. Dieses Aufschieben gibt ihnen das Gefühl, etwas ganz wesentliches zu ihrem Leben beizutragen und den bedrohlichen Faktor eines Lebensendes zu entmachten.
Das kann man natürlich alles so machen - wir sehen ja täglich, dass das geht. Du siehst es. Deine Affäre sieht es. Und die Millionen anderen Menschen, die sich in ähnlichen unerfüllten Beziehungskonstrukten befinden, sehen es.
Was aber wäre, du würdest die Realität sehen, die ebenfalls Millionen von Menschen jeden Tag wählen und genießen? Ja, ich spreche hier von dem, was ursprünglich für uns alle hier in diesem Leben vorgesehen ist:
Der Himmel auf Erden.
Ich lebe ihn, so wie auch mein wundervoller Ehemann (ehemals Affäre) ihn lebt. Meine Klientinnen wählen ihn zu leben. Und unzählige andere Menschen, die aktuell sehr wahrscheinlich noch nicht in deinem Wahrnehmungsfilter sind, leben ihn ebenfalls.
Der erste Schritt, der gleichsam der zielführendste ist, den du jetzt setzen kannst, ist dich mit ebenjenen Menschen zu umgeben, die genau wie du einst dem Glauben unterlagen, dass ihre Hölle-Realität etwas sei, das sie hinnehmen müssten, weil es einfach viel zu normal ist, diese Realität weiter aufrecht zu erhalten.
In diesem Sinne: Schön, dass du hier bist.
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