29. Juli 2026
Zu einer Affäre gehören immer drei

Ja, ich weiß, diese Behauptung mag für die ein oder anderen provokant oder gar anmaßend klingen. Aber tatsächlich ist es genau das, was ich in meiner Arbeit mit Frauen sowohl klassischen Beziehungen als auch in Dreiecksbeziehungen seit mehr als 10 Jahren beobachte.
Egal, ob du die heimlich Geliebte, die betrogene Ehefrau oder die Frau bist, die fremdgeht - in jedem Fall, bist du diejenige, die durch die Anerkennung und Auseinandersetzung meiner genannten Behauptung dafür Sorge tragen kann, dass deine aktuelle Beziehungssituation sich für alle Beteiligten zu einem Höchstmaß an positiver Veränderung entwickeln kann. Und das ist doch unterm Strich das, was du wirklich und in der Tiefe deines Herzens willst, oder?
Schau: Ich spreche hier nicht nur als Mentorin, sondern als ehemalige Betroffene.
Ich war selbst all das - die Betrogene, die Fremdgeherin und die heimliche Affärenfrau.
Und ich war in jeder Rolle gleichermaßen an der jeweils zerrütteten Beziehungssituation beteiligt.
Ebenso wie all die Frauen, die ich im Laufe der Zeit begleitet und beobachtet habe.
Vorweg: Um die jeweilige Beteiligung aller Rollen innerhalb einer Dreiecksbeziehung vollumfassend zu begreifen, ist es ratsam, sich zunächst von jeder vorgefertigten Meinung frei zu machen - also so gut das eben mal möglich ist :-) Weil, ganz ehrlich: Jeder von uns will doch irgendwie, dass das, was wir an Meinungen haben, die richtige Meinung ist. Wir wollen doch alle irgendwie Recht behalten, oder?
Also, keine Sorge: Ich will dir deine Meinung jetzt nicht wegnehmen - auf keinen Fall, denn sonst habe ich sie ja ;-) - Es geht mir viel eher darum, deine Wahrnehmung auf Beziehungen zu öffnen. Und damit auch deine Wahrnehmung auf deinen Part darin. Übrigens auch dann, wenn du selbst keine dieser Rolle einer Dreiecksbeziehung bedienst.
Beginnen wir also bei einer der grundsätzlichsten Realitätsfaktoren: Dein Bewusstsein.
Dein Bewusstsein darüber, wer du bist, was du magst und was du nicht magst. Dein Bewusstsein darüber, was du denkst, was du fühlst und was du tust. Dein Bewusstsein darüber, wo du rein reaktiv und wo du aktiv selbstbestimmt handelst.
Kurzum: Dein Bewusstsein darüber, was du dein Leben nennst, welches durch all die genannten Kreationsebenen entstanden ist und sich sehr wahrscheinlich in genau diesem Moment reproduziert - und das sehr wahrscheinlich ohne, dass du dir darüber bewusst bist.
Will ich damit sagen, dass ein Mensch sich durch sein Bewusstsein eine Affäre oder einen Betrug erschafft?
Im Grunde ja, genau das sage ich - und ich möchte es dir gerne nachvollziehbar darlegen. Ab hier solltest du also wirklich nur dann weiterlesen, wenn du gerne ein schönere, tiefere und lebendigere Beziehung führen willst.
Keine Frau, die fremdgeht, betrügt oder zur heimlichen Geliebten wird, hat sich diese Rolle bewusst ausgesucht. Und obwohl sie allesamt mehr oder weniger unvorhersehbar in die jeweils prekäre Beziehungskonstellation geschlittert sind, war es eine lange Reihe von zumeist unbewussten Entscheidungen, Handlungen, Gedanken und Gefühlen, die diese Form der Beziehung als Ergebnis nach sich zog.
Wir sprechen hier von Jahren bis zu Jahrzehnten, in denen unfassbar viele Referenzpunkte entstanden sind, die alle zusammen eine schier undurchschaubare Kausalkette bilden.
In anderen Worte: Es gibt nichts, was ein Mensch denken, fühlen, sagen oder tun könnte, das keine Konsequenzen nach sich zieht. Und dabei sind sich die allermeisten Menschen gar nicht bewusst darüber, was sie Tag für Tag sagen, denken, fühlen und tun.
Wenn du beispielsweise selbst in einer Form der Dreiecksbeziehung bist, dann wirst du jetzt womöglich nicht mit einem Blick auf deine jüngere und ältere Vergangenheit sehen können, welche Kausalkette dich bis in deine aktuelle Beziehungssituation gebracht hat.
Oder aber du schaust zurück und weißt sofort, welche deiner Erfahrungen und Entscheidungen dich bis hier her gebracht haben. Vielleicht hast du dich sogar mit frühkindlicher Prägung und den verschiedenen Bindungsstilen auseinandergesetzt und hast daher sogar eine Erklärung dafür, dass du dich nun in Halbwahrheiten und Halbwahlen bewegst.
So und jetzt zum wichtigsten Punkt dieses Beitrags: In beiden Fällen wird dir das reine Wissen darüber, welche Entscheidungen, Gedanken und Gefühle dich bis hier her gebracht haben, nicht zwangsläufig dabei helfen, in eine bessere Beziehungssituation zu kommen.
Das schließt jedoch keineswegs aus, dass das Wissen darüber, dass du selbst die Schöpferin deiner Beziehungsrealität bist, der Dreh- und Wendepunkt dafür wird, dass du endlich bekommst, was du willst und was du verdienst: Liebe in allen Varianten, die du in deinem Leben haben willst. Wahrhaftige Beziehungen mit Tiefe und mit einer Kraft verbunden, die dein ganzes Leben zu erweitern vermögen.
Und falls du glaubst, dass das, was du bisher an Liebe und Verbindung erlebt hast, alles ist, was es gibt oder was für dich möglich ist, dann umso besser, dass du nun diese Zeilen liest.
Du beginnst nun also zunehmend zu erkennen oder zumindest zu ahnen, dass du selbst Mitschöpfer der Beziehungssituation bist, von der du weißt, dass sie so nicht bleiben kann.
Was dann? Ganz genau, du beginnst ab heute, nur noch bewusst zu schöpfen.
Das bedeutet nicht nur, dass du von innen nach außen nur noch das kreierst, was du als erstrebenswert bestimmst, sondern es bedeutet vor allem auch, dass du wieder von gottgegebener Macht Gebrauch machst.
Du glaubst nicht an Gott? Auch ok, funktioniert trotzdem - denn wenn du diesen Beitrag hier liest, dann hast du sehr wahrscheinlich zumindest eine vage Vermutung, dass es so etwas wie eine allumfassende Kraft gibt, die durch jeden Menschen wirkt.
Diese Kraft zeigt sich auch als die Energie der Liebe. Diese Liebe wirkt nicht nur zwischen zwei Menschen, sondern auch in dir als das Wesen, das du bist.
Wenn du beginnst, Bewusstsein auf all deine Kreationsebenen zu schalten (Denken, Fühlen, Sprechen, Handeln), dann wirkt diese Kraft unmittelbar. Sie zu halten, zu erweitern und noch tiefer in die eigene Wahrnehmung einzuarbeiten, bedarf hingegen einer kontinuierlichen Hinwendung - was manchmal auch bedeutet, dass du die Wahl, dich selbst bewusst wahrzunehmen, immer wieder treffen musst.
Dieser bewusste und kontinuierliche Kreationsprozess wird dir dann automatisch genau die Beziehungslage bringen, die du dir wünschst, weil nun eine neue Kausalkette entsteht, die zu neuen Ergebnissen führt.
Du schöpfst also die ganze Zeit. Auch in diesem Moment, in dem du diesen Blog liest. Alles, was du Tag für Tag erlebst, ist die Frucht deiner Saat, welche weitere Saaten auswirft, die die gleichen Früchte ergeben - bis zu dem Punkt, an dem du beschließt, dass du es anders haben willst als bisher.
Fühle dich eingeladen, diesen Beitrag mit deinen Gedanken, eigenen Erfahrungen oder Fragen zu kommentieren.
Alles Liebe
Sofia
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